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Entwicklung

STEINZEIT: Palaollthikium 500 Jt.-8. Jt. / Mesollthikum 8. It.-5. Jt. / Neolithikum 5. Jt.-1800 v. Chr. Vorgeschichtliche Kulturen vor der Entdeckung der Metalle. Vermutlich Holzknüppel auf Kopf des Widersachers - Prototyp des heutigen Kopfhiebes im Säbelfechten. Noch keine elektrische Trefferanlage.

ANTIKE: klassisches Altertum
Kannte wohl Fechtwaffen, die Handhabung dieser durfte aber der persönlichen Originalität überlassen gewesen sein, die man heute noch bei Jugendturnieren erkennen kann. Die Griechen kannten einen Degen, der laut Homer "groß, mit einer Schneide und lang" war, doch vergaßen sie In den Gymnasien (Gymnos - nackt) auf die Entwicklung der Fechtbekleidung, was in unseren Breiten auf Grund der klimatischen Bedingungen zu vielen krankheitsbedingten Trainingsabsenzen führte. Im Römischen Reich limitierten die Löwen die Anzahl der Fechter dramatisch.

FEUDALZEIT: mittelalterliches Lehensystem
Pflichten und Leistungen beruhten auf einem persönlichen Treueverhältnis zwischen Feudalherrn und Untergebenen (Vasall). Diese Struktur wurde von vielen Sportverbänden 1:1 übernommen. Die Entwicklung der Infanterie stärkte die Bedeutung der Blankwaffen. Schon 1292 in Frankreich unter Philipp "dem Schonen" war von Fechtmeistern die Rede, was den Schluss zulässt, dass Fechtmeister traditionell schön sind. Auch in Italien und Deutschland sind Ansätze dazu nachweisbar. Bihänder waren damals besonders "In".

EPOCHE DER BIZARREN GARDEN (16. Jh.):
Die Waffen wurden leichter, zum Vorteil der Beweglichkeit verschwanden die Rüstungen, der unbewaffnete Arm wurde in Schulterhöhe mit Requisiten wie Schildchen, Dolch oder Mantel bedacht, was aber mit der Entdeckung des Kleiderständers ein jähes Ende fand.

RENAISSANCE:
Die romanische Fechtkunst entwickelt sich - Fechtwerke entstehen - Michelangelo zeichnet dazu - In Frankreich putzt sich Cyrano de Bergerac die Nase. Die Französische Revolution störte die Entwicklung der Fechtkunst doch empfindlich.

IM19.JAHRHUNDERT
Erblühte unsere Fechtkunst (Gott sei Dank) wieder, Fechtveranstaltungen finden statt, denen manche unserer heutigen "Turniere" wohl noch ähnlich sind. Luigi Barbasetti brachte die neue Art des Fechtens nach Österreich.

20.JAHRHUNDERT:
1904 Gründung der "Akademie der Fechtkunst" für Fechtmeister und Amateure In Österreich. 1929 gründen die Amateure den "österreichischen Fechtverband". Der internationale Fechtverband (FIE) konsolidierte sich 1913, verantwortlich für Regelwerk, Weltmeisterschaften bzw. Weltcup. Spät, aber doch besann man sich der Tatsache, dass auch Frauen kampfeslustig sein könnten. So fand erst 1911 das erste Damenturnier statt. Und 1924 in Paris wurde Frauenfechten erstmals olympisch.


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